Geschichte

Die Ursprünge der Traditionellen chinesischen Medizin reichen ca. 5000 Jahre zurück und sind nicht rein medizinischer Natur. Es handelte sich eher um eine „Tradition“ im Sinne der Weitergabe von Konzepten über die Art und Weise, wie der Mensch ein harmonisches Leben führen kann: in Beziehung zu anderen Menschen, zu sich selbst, zu seiner sozialen und natürlichen Umwelt und zum gesamten Universum.

Der Mensch wird als eine energetische Einheit betrachtet, auf dessen Gesundheit und Wohlbefinden alle Phänomene der Welt einwirken. Sie können unsere natürliche Lebenskraft stimulieren, stärken, unterdrücken oder lähmen. Hieraus entstand zunächst das Interesse an der Vorbeugung von Krankheiten. Erst viel später, vor etwa 2000 Jahren, wurde die lange Erfahrung mit Heilmethoden systematisiert mit dem Zweck, Krankheiten zu heilen. Das daraus hervorgegangene grundlegende Werk der TCM, „Der Gelbe Kaiser“, spiegelt eine Fülle medizinischen Wissens wider, behandelt aber auch so unterschiedliche Gebiete wie Ethik, Psychologie, Astronomie, Meteorologie und Chronobiologie.

Der philosophische Hintergrund

Die Traditionelle Chinesische Medizin wurde wesentlich von der philosophischen Strömung des Daoismus, aber auch vom Konfuzianismus beeinflusst. Die Lehre des Daoismus wurde im Dao Te Ching niedergelegt (dem bekanntesten Buch), auch im Hua Hu Ching (spirituelle Lehre des Lao Tse), und später von anderen Daoisten weiterentwickelt.

Das Dao ist für die Vertreter dieser philosophischen Richtung der Ursprung von Allem, aber nicht definierbar. Es ist die Kraft im Universum, die alles geschaffen hat, das ewige Prinzip des Lebens und gleichzeitig das Prinzip des Wandels aller Dinge. Jeder Mensch stellt in seiner eigenen Art die Widerspiegelung dieser Kraft dar. 

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