Therapieformen der TCM
Akupunktur
Die Akupunktur macht sich die Entdeckung der chinesischen Medizin zunutze, dass es auf den Meridianen sogenannte Resonanzpunkte gibt, über welche das Qi besonders gut erreichbar ist. Diese Akupunkturpunkte werden mit speziellen, feinen Akupunkturnadeln genadelt. Jeder von ihnen hat verschiedene Wirkungen bei der Behandlung von Krankheiten, je nachdem, in welcher Kombination mit anderen Punkten und mit welcher Technik er genadelt und behandelt wird. Je nach Diagnose / Indikation wird durch die Nadelung Energie z.B. angeregt, in bestimmte Körperzonen geleitet oder abgeleitet, die Energieströme sowie Yin und Yang harmonisiert und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten bei der Therapie.
In meiner Praxis setze ich sehr feine und dünne Nadeln ein, so dass Sie den Einstich wenig spüren.
Moxibustion
Die Moxibustion ist eine Wärmetherapie der TCM. Dabei wird getrocknetes Beifußkraut angezündet und zur Wärmeerzeugung über ausgesuchten Punkten (meist Akupunkturpunkten) eingesetzt, um den Qi-Fluss zu beeinflussen. Hierfür wird meist eine sogenannte Moxa-Zigarre (in dünnes Papier eingerollter getrockneter Beifuß) verwendet. Andere Techniken sind z.B. Moxa-Kegel oder die Erwärmung auf einer Akupunkturnadel.
In meiner Praxis benutze ich vornehmlich die Moxa-Zigarre. Es ist eine sehr sanfte, angenehme Wärmetherapie. Dabei wird die Moxa-Zigarre im Abstand von bis zu wenigen Zentimetern einige Minuten über den jeweiligen Punkt bewegt, bis eine intensive Erwärmung eingetreten ist.
Chinesische Kräuterheilkunde und Ernährungslehre
Die chinesische Kräuterheilkunde beruht auf jahrtausendealten Erfahrungen mit Wirkstoffen aus der Natur. Mehrheitlich werden pflanzliche Bestandteile verwendet, es kommen jedoch auch mineralische und tierische Wirkstoffe zum Einsatz. In der Regel stellt ein auf chinesische Kräuterheilkunde spezialisierter Therapeut individuell auf den Patienten abgestimmte Mischungen aus Heilkräutern zusammen. Diese werden häufig in Form eines sogenannten „Dekokts“ eingenommen (wässriger Extrakt, der durch Kochen der Kräuter gewonnen wird).
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. Die TCM ordnet die Nahrungsmittel nach Yin und Yang-Eigenschaften und den fünf Elementen ein. Entsprechend schreibt sie ihnen unterschiedliche energetische Wirkungen auf den menschlichen Organismus zu. Deshalb spielen individuelle Ernährungsempfehlungen bei einer TCM-Behandlung ebenfalls eine wichtige Rolle.
Bewegungslehren und Massage-Techniken
Qi Gong und Taijiquan
Wir verbinden diese chinesischen Bewegungslehren häufig mit asiatischer Kampfkunst. Im Westen wird erst seit kürzerer Zeit deutlich, dass sie einen Teil der traditionellen chinesischen Medizin darstellen. Besonders Tajiquan wurde auch für den Kampf eingesetzt; jedoch dienen diese Bewegungsübungen, in denen sich über Jahrhunderte Meister ausbildeten, die sie immer weiter und feiner entwickelten, ebenfalls der Harmonisierung und Vermehrung des Qi und damit der Gesunderhaltung des Menschen.
Massagetechniken wie Tuina, energetische Massage und Akupressur sind ebenfalls Bestandteil der TCM. Sie verfolgen die gleichen Ziele wie die Akupunktur, nämlich Harmonisierung und Aktivierung des Qi-Flusses und Lösung von Blockaden. In meiner Praxis wende ich in bestimmten Fällen eine behutsame, leichte Massage entlang bestimmter Meridiane an, zum Beispiel als Vorbereitung auf eine oder anstelle einer Akupunktur.